10. Ich bin es

Nun haben wir alle Stellen im Johannesevangelium angesehen, wo der Herr Jesus sagt: «Ich bin der …» oder «Ich bin das …» In dieser letzten Lektion unseres Kurses wollen wir uns mit der Begebenheit im Garten Gethsemane beschäftigen, wo der Herr in göttlicher Majestät seinen Häschern, die ihm gesagt hatten, wen sie suchten, in grosser Würde entgegnete: «Ich bin es.»[1]

Schon zweimal vorher hatte der Herr die Worte «Ich bin es» gebraucht, dann aber noch etwas hinzugefügt. Das erste Mal hatte Er der Frau am Jakobsbrunnen, die vom Messias gesprochen hatte, geantwortet: «Ich bin es, der mit dir redet» (Johannes 4,26). Das zweite Mal kam Er den Jüngern auf dem See gehend entgegen und beruhigte sie mit den Worten: «Ich bin es, fürchtet euch nicht» (Johannes 6,20).

1. Wie kam Judas mit seinen Begleitern in den Garten Gethsemane? (Johannes 18,3)

2. Wen suchten sie? (Johannes 18,5.7)

3. Wie antwortet ihnen der Herr Jesus beim ersten Mal? (Johannes 18,5)

4. Was passierte dann mit denen, die Ihn gefangen nehmen wollten? (Johannes 18,6)

Die göttliche Majestät, die unter seinem Gewand der Erniedrigung hervorleuchtete, warf die Häscher zu Boden. Als der Herr zu den verängstigten Jüngern auf dem See gesagt hatte: «Ich bin es», wirkte durch Ihn die gleiche göttliche Majestät, aber nicht, um die Jünger zu Boden zu werfen, sondern um ihnen die Angst wegzunehmen.

Etwa zwanzig Mal sagt der Herr Jesus in diesem Evangelium: «Ich bin …». Im griechischen Urtext heisst dieser Ausdruck «ego eimi». In den anderen Evangelien finden wir dieses «Ich bin …» nur vier Mal, nämlich in Matthäus 14,27; Matthäus 18,20; Markus 6,50 und Markus 14,62. Nur Gott kann mit einer solchen Autorität sprechen.

5. Was antwortete Gott Mose aus dem brennenden Dornbusch auf die Frage nach seinem Namen? (2. Mose 3,14a)

6. Was antwortete der Herr den Juden, als sie ihn fragten: «Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen?» (Johannes 8,58)

Er sagt nicht: «bin ich gewesen», sondern: «bin ich» (griechisch wieder: «ego eimi»). Er ist der «Ich bin»!

7. Was sagt Gott von sich selbst in Maleachi 3,6a?

Das ist genau das, was der Name «Ich bin» bedeutet.

8. Wie wird die Unveränderlichkeit des Herrn Jesus in Hebräer 13,8 ausgedrückt?

9. Wie stellt sich Gott seinem Volk durch Jesaja als der Unveränderliche vor?

  1. Jesaja 41,4: ______________________________
  2. Jesaja 43,10: ______________________________
  3. Jesaja 43,13: ______________________________
  4. Jesaja 46,4: ______________________________

In Psalm 102,28 lesen wir: «Du aber bist derselbe, und deine Jahre enden nicht». In diesem Psalm schüttet der verworfene Messias bis Vers 12 seine Klagen vor Gott aus. «Meine Tage sind wie ein gestreckter Schatten … du aber, HERR, bleibst auf ewig … du wirst dich über Zion erbarmen» (Verse 12-14).

Aber was ist mit dem König? Seine Tage werden verkürzt, und er bittet Gott, ihn nicht in der Hälfte seiner Tage wegzunehmen (Vers 25). 33 Jahre sind weniger als die Hälfte von 70 Jahren, dem normalen Lebensalter (Psalm 90,10). Und nun könnte man meinen, dass ab Vers 25b bis zum Ende des Psalms, ähnlich wie in Vers 13, der Messias weiter zu Gott redet, der ewig ist, während seine Tage verkürzt werden. Doch seine Stimme wirkt in der Mitte des 25. Verses wie abgeschnitten. Der Redende wechselt.

10. In Hebräer 1 wird gezeigt, dass Jesus der Sohn Gottes ist und damit grösser als die Engel. Dazu werden auch Stellen aus dem Alten Testament zitiert. Was für eine Stelle wird in den Versen 10-12 zitiert?

11. Wer redet also in Psalm 102,25b-29 zu wem?

Ja, dieser Jesus von Nazareth ist gleichzeitig der ewige Gott! Und so stand Er den Häschern gegenüber, die gekommen waren um Ihn gefangen zu nehmen, damit Er am nächsten Tag gekreuzigt würde. Nur durch das «Ich bin» warf Er sie zu Boden und hätte weggehen können, wie Er es schon früher getan hatte. Aber Er tat es nicht, denn nun war «ihre Stunde» gekommen. Er wollte sein Leben als Lösegeld für viele geben.

Aber Er, der «derselbe ist gestern und heute und in Ewigkeit» wird künftig nicht allein sein. «Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt, bringt es viel Frucht.» Davon zeugt der letzte Vers von Psalm 102: «Die Söhne deiner Knechte werden wohnen, und ihre Nachkommen wird vor dir feststehen». Diese Knechte, dieses Volk, diese befreiten Gefangenen, sind Juden und Nationen, die durch die Gnade errettet worden sind, durch den Glauben an den, der für sie am Kreuz gelitten hat.

Beachten Sie den Artikel «Die ‹Ich bin› in Offenbarung 22» unter den Beilagen.

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[1] Das Wort «es» findet sich im Grundtext nicht, ist jedoch im Deutschen aus grammatischen Gründen notwendig.

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Beilage

Die «Ich bin» in Offenbarung 22

Unter den Wesenszügen Gottes stellt das Wort mit besonderer Kraft sein ewiges Bestehen und seine Unveränderlichkeit in den Vordergrund. «Ich bin, der da ist, ich bin der Erste, ich bin auch der Letzte» (Jesaja 48,12). «Ich bin der Herr, das ist mein Name; und meine Ehre gebe ich keinem anderen» (42,8).

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