11. Die Fusswaschung

Sie sind nun alle in Jerusalem. Golgatha mit all seinen Leiden steht dicht vor der Tür. Aber Er, der alles weiss, denkt nicht an sich selbst und an das, was über Ihn kommen wird. Nein, Er denkt an Petrus, an Johannes und die anderen Jünger. Er hat bemerkt, dass sie sich streiten, wer der Grösste, der Wichtigste unter ihnen sei. Das betrübt den Meister sehr. Darum gibt Er ihnen zum Schluss noch ein Beispiel, wie sie sich untereinander verhalten sollen. Sie sollen sich gegenseitig lieb haben und den anderen höher achten als sich selbst.

1. Welche zwei Jünger werden vom Herrn ausgesandt, um das Passah vorzubereiten? (Lukas 22,8)

2. Weisst du, wie sie das Haus finden, wo sie das Passah vorbereiten sollen? (Lukas 22,9-13)

3. Wenn in der damaligen Zeit jemand in ein Haus eintrat, stand am Eingang eine Schüssel mit Wasser, in der man sich die Füsse waschen konnte. Das war nötig, denn auf den staubigen, trockenen Wegen bekam man schnell schmutzige Füsse. Man trug auch keine geschlossenen Schuhe, sondern offene _______________

4. Reiche Leute hatten einen Sklaven, der an der Tür sass, um die Füsse der Gäste zu waschen. Ich kenne einen unhöflichen Gastgeber (Lukas 7,44). Wofür hat er nicht gesorgt?

5. In 1. Mose 18 lesen wir in Vers __________ zum ersten Mal etwas von einer Fusswaschung.

6. Wer ist dort Gastgeber?

7. Was für Gäste werden dort empfangen?

8. Lies nun Johannes 13,1-17. In Vers 3 liest du etwas von der Grösse und Majestät des Herrn Jesus. Gerade am Anfang dieser Geschichte werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass Er der Herr der Herren und der Schöpfer und Gebieter ist. Dadurch wird das, was Jesus tut, so wunderschön. Jesus und seine Jünger sitzen schon am Tisch. Was hat man jedoch nicht getan?

9. Wenn dort kein Sklave war, um die Füsse Jesu und die seiner Jünger zu waschen, dann hätte es doch einer der Jünger tun können! Warum ist keiner bereit, diese Arbeit zu tun?

10. Worüber hatten sie sich vorher unterhalten? (Lukas 22,24)

11. Und dann passiert es: Er, ihr Meister und Herr, steht auf und verrichtet die Arbeit eines Sklaven. Er macht sich selbst zum Geringsten. Wie werden sich die Jünger geschämt haben! Wie werden sie dort mit roten Köpfen gesessen haben! Der Herr Jesus nimmt ein Tuch und eine Schüssel mit Wasser und fängt an, ihre Füsse zu waschen. Welcher Jünger kann das nicht ertragen?

12. Was sagt er zuerst? (Johannes 13,6)

13. Petrus fällt wieder einmal von einem Extrem ins andere. Zuerst will er nicht, dass der Meister seine Füsse wäscht. Kurze Zeit später jedoch, nachdem der Herr ihm deutlich gemacht hatte, dass die Fusswaschung nötig ist, was möchte er sich dann waschen lassen? (Vers 9)

14. Der Herr wäscht die Füsse aller Jünger. Einer nach dem anderen kommt an die Reihe. Weisst du, bei wem der Herr Jesus auch niederkniet? Du findest es in Johannes 13,2:

15. Nein, es ist kaum zu begreifen, dass der Herr Jesus auch die Füsse dieses Mannes waschen will. Oder weiss Er vielleicht nicht, was für Judas plant? Was steht in Vers 11?

16. Was sagt der Meister, als Er fertig ist und wieder am Tisch sitzt? (Vers 12)

Er, der Grösste, hat sich zum Geringsten gemacht!

17. Was sollen die Jünger von jetzt an auch tun? (Vers 15)

18. Ist es bei uns üblich, den Gästen die Füsse zu waschen?
«Aber», wirst du jetzt sagen, «was hat dann diese Geschichte uns heute noch zu sagen?»

19. Zuerst müssen wir, genau wie die Jünger, lernen, der Geringste zu sein. Ein schönes Beispiel finden wir in 1. Mose 13. Wer ist dort der Grössere und nimmt dennoch den geringeren Platz ein?

20. Woran sieht man das?

21. Nenne selbst ein Beispiel, wie man der Geringste sein kann: ______________________________

Die Fusswaschung hat eine doppelte bildliche Bedeutung für uns.

  1. Da sehen wir den Herrn Jesus in der Stellung eines Dienenden vor uns. Als der «Sachwalter beim Vater» (1. Johannes 2,1) ist Er heute noch für die Seinen tätig. Wenn es vorkommt, dass ein Kind Gottes sich mit dem Unrat der Welt beschmutzt hat, oder wenn es gar in Sünde gefallen ist, bemüht sich Jesus, dass es wieder vom Schmutz der Sünde befreit werden kann. Er selbst übt diesen Dienst vom Himmel her an den Seinen aus. Dabei gebraucht Er die verschiedensten Mittel: Das Wort Gottes, den Heiligen Geist, Umstände, durch die Er uns führt, wie Krankheit oder sonstige Nöte usw.
  2. Die Fusswaschung stellt uns noch etwas anderes vor. Der Herr gibt uns ein Beispiel, wie wir selbst handeln sollen. Wenn Er, der Herr und Lehrer, sich dazu erniedrigt hatte, in demütiger Weise diesen Dienst an seinen Jüngern zu tun, wie viel mehr sollten wir unseren Mitgläubigen in ähnlicher Weise dienen! Nehmen wir an, dass ein Freund oder eine Freundin etwas Böses getan hat. Wir wissen, dass dadurch seine Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus und dem Vater im Himmel gestört ist. Wenn wir diesen Freund wirklich lieben, werden wir nicht gleichgültig an ihm vorbeigehen. Wir werden vielmehr versuchen, ihm in Demut behilflich zu sein, indem wir wie Jesus den Platz eines Dienenden einnehmen. Dabei müssen wir lernen, wie die Jünger des Herrn Jesus, der oder die Geringste zu sein!

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