6. Gerechtigkeit durch Glauben (Kapitel 3,21-31)

Nachdem der Apostel Paulus gezeigt hat, dass alle Menschen ohne Unterschied vor Gott schuldig sind, stellt er in den Versen 21-31 Gottes Lösung vor.

21 Jetzt aber ist, ohne Gesetz, Gottes Gerechtigkeit offenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten: 22 Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus gegen alle und auf alle, die glauben.

Wer die Rettung, die Gott in Jesus Christus anbietet, im Glauben annimmt, empfängt Gottes Gerechtigkeit. Diese göttliche Gerechtigkeit wurde ohne Gesetz (d.h. ausserhalb oder unabhängig davon) offenbart. Sie wird aber durch das Gesetz und die Propheten bezeugt.

Denn es ist kein Unterschied, 23 denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes 24 und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist;

Was die Erlösung betrifft, gibt es glücklicherweise auch keinen Unterschied. Jeder, der durch den Glauben an den Herrn Jesus das Heil annimmt, wird gerechtfertigt.

Kein Mensch kann durch eigene Anstrengung Gottes Herrlichkeit erreichen. Aber eine ganze Reihe von Schrift­stellen bezeugen, dass Gott dem Gläubigen Herrlichkeit schenkt:

  • In 2. Thessalonicher 2,14 lesen wir, dass Gott uns durch das Evangelium berufen hat «zur Erlangung der Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus.»
  • In Römer 8,21, am Ende des Verses, spricht der Apostel Paulus von der «Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.»
  • In 1. Korinther 15,43 werden die Gläubigen «auferweckt in Herrlichkeit.»
  • In Philipper 3,21 werden ihre Leiber der Niedrigkeit umgestaltet zur «Gleichförmigkeit mit seinem Leib der Herrlichkeit.»
  • In Johannes 17,22 gibt der Herr seinen Jüngern die Herrlichkeit, die der Vater Ihm gegeben hat.

25 den Gott dargestellt hat als ein Sühnmittel durch den Glauben an sein Blut, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden

Wie ist es möglich, dass Gott Menschen, die schuldig und Sünder sind, mit seiner Herrlichkeit bekleiden kann? Er kann das, indem Er sie rechtfertigt (= für gerecht erklärt). Aber ist Er dann nicht ungerecht? In 2. Mose 34,7 steht doch: «… aber keineswegs hält er für schuldlos den Schuldigen». Gott kann das, indem Er einen Unschuldigen für schuldig erklärt hat: Jesus Christus. Wir haben alle das ewige Gericht verdient. Um uns dieses zu ersparen, hat Jesus Christus «unsere Sünden an seinem Leib auf dem Holz getragen» (1. Petrus 2,24). Auf diese Weise ist Christus «ein Sühnmittel durch den Glauben an sein Blut.»

26 unter der Nachsicht Gottes; zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, dass er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus ist.

Gott ist nicht nur gnädig, wenn Er Sünder erlöst, sondern Er erweist durch das Werk von Golgatha auch seine Gerechtigkeit, denn dem Recht musste Genüge getan werden. Gott übt seine Gnade geht nicht auf Kosten der Gerechtigkeit aus. Er handelt gerecht, wenn Er die Glaubenden rechtfertigt, denn die Schuld wurde bezahlt.

27 Wo ist nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen worden. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. 28 Denn wir urteilen, dass ein Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke.

Die Erlösung ist vollständig Gottes Werk. Wir können nichts dazu beitragen. Deshalb gibt es auch keinen Ruhm für die Menschen. Durch Werke kann diese Gerechtigkeit nicht erworben werden. Das ist nur durch den Glauben möglich.

29 Oder ist Gott der Gott der Juden allein? Nicht auch der Nationen? Ja, auch der Nationen, 30 denn es ist der eine Gott, der die Beschneidung aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben rechtfertigen wird.

Gott bietet die Erlösung nicht nur den Juden an, denen Er das Gesetz gegeben hat, sondern auch den Nationen (Heiden).

31 Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir bestätigen das Gesetz.

Die Tatsache, dass die Rechtfertigung nur durch Glauben erlangt werden kann, hebt das Gesetz nicht auf. Durch das Gesetz werden die Sünden erkannt. Das ist der Nutzen des Gesetzes.

1. Schon im Alten Testament wurde bezeugt, dass Gott gerecht ist. Wenn Menschen zu Gott kommen wollen, müssen sie ebenfalls gerecht sein. Wenn jemand alle Gebote Gottes halten könnte, wäre er gerecht, aber dazu ist niemand ist imstande. Wie kann ein Mensch gleichwohl gerecht werden vor Gott?

2. Wie ist es möglich, dass Gott einen schuldigen Sünder für gerecht erklären kann?

3. Wie erklärt das Petrus?

4. Alle haben ohne Unterschied gesündigt. Worin besteht zum Glück auch kein Unterschied?

5. Kann ein Mensch etwas zur Erlösung beitragen?

6. Was die Erlösung betrifft, gibt es keinen Ruhm für die Menschen. Wessen können wir uns deshalb nur rühmen? (1. Korinther 1,31) 

7. In welchem Fall kann ein Richter einen Angeklagten freisprechen?

8. Gibt es einen Menschen (ausser Jesus Christus), den Gott freisprechen könnte?

9. Gott begnadigt schuldige Sünder, wenn sie an den Erlöser _______________ der für ihre Schuld bezahlt hat.

10. Rechtfertigung geht noch einen Schritt weiter. Können Sie erklären, was rechtfertigen für eine Bedeutung hat?

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