13. Der König des Nordens – Harmagedon

A. Der König des Nordens

Fassen wir die Situation zuerst kurz zusammen: Viele Juden sind nach Palästina zurückgekehrt. Sie haben dort einen Staat errichtet. Der Antichrist regiert das Land. Gott wirkt nach der Entrückung der Gläubigen der Gnadenzeit an den Herzen vieler Juden. Sie erkennen, dass die Wiederkunft des Messias bevorsteht, und verkündigen das Evangelium des Reiches. Dadurch entsteht ein gläubiger Überrest. Diese Gläubigen fliehen, nachdem der Antichrist im Tempel in Jerusalem den Götzendienst einführt, vor dem Jesus seine Jünger gewarnt hat (Matthäus 24,15). Für sie bricht eine schreckliche Verfolgungszeit an.

Als Reaktion auf den Götzendienst im Tempel führt Gott einen Feind in das Land, der in Jesaja 28,15 «überflutende Geissel» genannt wird. Dieser Feind fällt mit seinen Armeen von Norden her in Israel ein. Der Prophet Daniel nennt ihn deshalb «König des Nordens». In Jesaja 10,5 finden wir die Bezeichnung «Assur».[1]

Aus den zahlreichen Bibelstellen, die sich mit diesen Ereignissen befassen, greifen wir nur wenige heraus. Lesen Sie zuerst Jesaja 10,5-11.

1. Welche zwei Bezeichnungen gibt Gott dem Ausführer seines Gerichts in Vers 5?

  1. ______________________________
  2. ______________________________

Gott benutzt das mächtige Reich im Norden als Zuchtrute für sein Volk.

2. Die feindlichen Armeen sind sich nicht bewusst, dass Gott sie als Strafgericht benutzt. Was ist ihre Absicht? (Vers 7)

In seinem Hochmut stützt Assyrien sich auf seine Feldherren und schaut verächtlich auf jene Städte herab, die es bereits erobert hat (Verse 8 und 9). Die Götter der eroberten Völker waren seiner Ansicht nach mächtiger als die Götzen, die in Jerusalem sind. Assur ist deshalb siegessicher. – Die Tatsache, dass in Vers 11 von «Jerusalem und seinen Götzenbildern» die Rede ist, zeigt, wie tief diese Stadt gefallen ist.

Schlagen Sie nun Daniel 11,40-45 auf.

3. Welche Zeitangabe lesen Sie in Vers 40?

4. Welche zwei Akteure werden genannt?
«König des Südens» bezeichnet den Herrscher von Ägypten.

Der Feind aus dem Norden startet einen gewaltigen Angriff. Er wird «anstürmen», «eindringen», «überschwemmen» und «überfluten».[2] Eine Beschreibung dieses Angriffs finden wir auch in Joel 2,3-11.

5. Wie wird das Land Israel in Vers 41 genannt?

6. Israel hat bisher alle Kriege gegen seine Nachbarn gewonnen. Wie wird es dann sein? Die Antwort finden Sie in Sacharja 14,2. Was wird geschehen mit

  1. der Stadt?
  2. den Häusern?
  3. den Frauen?
  4. der Hälfte der Bewohner?

Wie schrecklich für die Menschen! Wie werden sie den Zorn Gottes zu spüren bekommen!

Der König des Nordens wird bis nach Ägypten vorstossen und dort grosse Beute machen. Dann werden Gerüchte ihn zur Umkehr veranlassen. Daniel 11,45 erklärt uns, dass er sein Hauptquartier zwischen dem Mittelmeer und den Bergen um Jerusalem errichten und dort zu seinem Ende kommen wird.

B. Harmagedon

In Lektion 12 haben wir gesehen, dass der Antichrist ein Schutzbündnis mit dem Römischen Reich geschlossen hat, um sich gegen militärische Angriffe der Nachbarn abzusichern. Nach dem Einfall des Königs des Nordens wird dieser Bund zum Tragen kommen. Die Armeen des Römischen Reiches werden in Palästina einmarschieren.

Schlagen Sie jetzt die Offenbarung auf und lesen Sie Kapitel 16,13-16.

7. In Vers 13 werden drei Personen genannt. Wer ist gemeint mit

  1. dem Drachen?
  2. dem Tier?
  3. dem falschen Propheten?

Es handelt sich wieder um die satanische Dreieinheit, der wir schon begegnet sind. Der dämonische Charakter wird in Vers 14 bestätigt. Aber sollte der Teufel wirklich den Juden zu Hilfe kommen?

8. Wozu werden die Könige der Erde und ihre Armeen versammelt? (Vers 14)

9. Was damit gemeint ist, finden Sie in Offenbarung 19,19. Gegen wen führen die Könige der Erde Krieg?

Der äussere Anlass dieses Truppenaufmarsches ist zwar, Palästina vom König des Nordens zu befreien. Aber Satan und seine Dämonen wissen, dass es letztlich auf einen Krieg mit Christus hinausläuft.

10. Wo sammeln sich die Heere?

Der Name bezeichnet das Gebiet von Megiddo. Die Stadt liegt am Rand des Tals oder der Ebene Jisreel, unweit des Berges Karmel. Diese Talebene war schon Schauplatz vieler Schlachten.

Es ist sehr gut möglich, dass es sich bei den Gerüchten, die den König des Nordens zur Umkehr veranlassen, um Meldungen über den Einmarsch der römischen Heere handelt. Diese Truppen drohten ihn von seiner Basis abzuschneiden. Das muss er unbedingt verhindern.

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[1] Das assyrische Reich umfasste die heutigen Länder Syrien, Irak, Jordanien, Teile der Türkei und Teile des Iran.

[2] Ähnliche Ausdrücke finden wir in Jesaja 8,7.8 und Jesaja 28,2.15.17.18

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